Heise: Speedtests nicht messgenau
admin am 9. Juni 2009
Das Online-Magazin Heise warnt davor von schlechten Speedtests gleich auf die Qualität der Leitung zu schliessen. Denn oftmals ist das Problem der Rechner des Kunden und nicht die Leitung.
Speedtests nutzen zum Messen einen Download, und das bedeutet, dass an der Messung zahlreiche Komponenten beteiligt sind: Die zu übertragenden Daten werden von einer Applikation auf dem Testserver generiert oder eingelesen, ans Betriebssystem übergeben, das es wiederum auf die Netzwerkschnittstelle schaufelt. Von dort aus laufen sie über einen oder mehrere Switches auf den Backbone, passieren mehrere Netzknoten, möglicherweise einen Peering-Punkt und weitere Netzknoten bis zum DSLAM des Teilnehmers, dann die DSL-Leitung, einen NAT-Router und womöglich noch ein WLAN, bevor sie an der Netzwerkkarte des Client-Rechners eintreffen. Dort nimmt das Betriebssystem, in dem zahllose Einstellungen und parallel laufende Applikationen die Performance beeinflussen können, die Daten entgegen und leitet sie an den Browser weiter, der sie verarbeitet und dem Server eine Rückmeldung gibt. Da können überall Fehler auftreten, speziell auf den letzten Stationen. Denn wenn Router und Rechner falsch konfiguriert sind nutzt auch gute DSL-Verbindung nichts.
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